Alfons Pillach: Schwalben

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Tierfotos - Vögel - Vogelfotos - Rauchschwalbe

Rauchschwalbe

Schwalben

© Alfons Pillach

Der Herbst beginnt jetzt seine Kür
und klopft entschlossen an die Tür.
Er kommt auf herrschaftliche Weise
und schickt die Schwalben auf die Reise.
Die Schwalben wollen hier nicht zittern,
sie fliehen, weil sie Winter wittern.
Sie meiden lieber kalte Orte
und weichen durch des Herbstes Pforte.

Lässt sich der Frühling bei uns nieder,
dann kommen auch die Schwalben wieder,
dann tanzen kleine Schwalbenschwänze
in lauen Lüften wieder Tänze;
ein Anblick, der uns jährlich zeigt,
dass nun das Thermometer steigt.
Die Schwalben haben viel Gespür,
sie kommen durch die Frühlingstür.

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Tiere, Tiergedicht, Schwalbe, Vögel, Vogelgedicht, Alfons Pillach, Jahreszeiten, Herbst, Winter, Frühling

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Martina Lukits-Wally: Schmetterlingssymphonie

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Kleiner Feuerfalter

Kleiner Feuerfalter

Schmetterlingssymphonie
© Martina Lukits-Wally

Sie alle flattern, schwirren, gaukeln,
schier selbstvergessen selig schaukeln,
sie spielen, taumeln sommertrunken,
im süßen Blütenrausch versunken.
Sie spinnen, spannen, schwänzeln, schwärmen
und in der Sonne sich erwärmen,
so frei und leicht sie sorglos schweben, –
das ist der Schmetterlinge Leben.

Von einer Blüte zu der andern
ein kurzes Leben lang sie wandern.
Denn alle diese bunten Falter
erreichen doch kein hohes Alter.
Wenn nächstes Jahr der Sommerflieder
in seiner Farbenpracht blüht wieder,
möcht’ gern auch ich in meinem Leben
noch einmal leicht und sorglos schweben
und spielen froh in Harmonie
der Schmetterlinge Symphonie.

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Stichwörter:
Fotos, Bilder, Schmetterlinge, Schmetterlingsfotos, Schmetterlingsbilder, Gedicht, Schmetterlingsgedicht, lustiges Gedicht, Kleiner Feuerfalter, Bläulinge, Tiere, Tiergedichte

Alfons Pillach: Schönheit muss leiden

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Streckerspinne

Streckerspinne


Schönheit muss leiden
© Alfons Pillach

Nahe einer Straßenrinne
saß einst eine fette Spinne,
die aus Kummer wütend grollte,
weil sie etwas wissen wollte:
Nämlich wie als Spinnenmann
er viel schlanker werden kann,
da die Weibchen, statt der fetten,
lieber schlanke Männchen hätten.

Als die Spinne so sehr klagte,
jemand zu der Spinne sagte:
Soll ich dich, mein Freund, beglücken,
muss ich dich ganz kurz mal drücken.
Komm, ich quetsch‘ dich auf die Bank!
Und schon war die Spinne schlank!
Mit dem allerletzten Zucken
wollte sich die Spinne jucken,
meinte dann, mit gutem Grund:
Schönsein ist manchmal ungesund!

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Alfons Pillach: Der Gruß des Seeigels

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Der Gruß des Seeigels
© Alfons Pillach

Er igelt still am Meeresgrund,
und es ist ziemlich ungesund,
wenn man mit unbedachtem Schritt
auf seinen Stachelrücken tritt.
Der Mensch muss es dann büßen,
weil seine Stacheln grüßen.
Und wer schon mal auf einem stand,
der hinkte dann am Meeresstrand.

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Alfons Pillach: Treulos

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Pfauenfedern

Pfauenfedern


Treulos
© Alfons Pillach

Ein Pfau im Zoo
war glücklich und froh,
denn seinem Weib
gefiel sein Leib.
Er war stets bedacht
auf seines Pfauenrades Pracht.
Ein Rasenmäher
kam einmal näher
und kürzte ganz schnelle
seine prächtigste Stelle.
Es wurde ihm flau,
und die Frau vom Pfau
zog sich von ihm zurück,
denn von ihrem Glück
fehlte ein Stück.

***

Alfons Pillach: Wer?

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Schneckenpaarung

Schneckenpaarung


Wer?
© Alfons Pillach

Wer kann ohne Müh‘ und Klagen
ein Haus auf seinem Rücken tragen?
Wer nimmt stets auf Schritt und Tritt
sein heißgeliebt‘ Apartment mit?
Wer kann behaupten: Im Gehäuse
bei mir zuhaus‘ gibt’s keine Mäuse?
Wer geht oft am Abend aus
und bleibt zur gleichen Zeit im Haus?
Wer ist immerzu beglückt,
weil ihn keine Mietschuld drückt?
Wer hat im Sturme Wand und Decke?
Die Schnecke!

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Manfred Schröder: Das große Fressen

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Amsel

Amsel


Das große Fressen
© Manfred Schröder

Der Vogel pickt den Wurm
als einen kleinen Happen.
Die Katze ist im Sprung,
den Vogel sich zu schnappen.
Das Schwein,
es grunzt sein Leben aus
und duftet nun
als Sonntagsschmaus.

Und ist zu Ende
meine Reise,
dien‘ ich den Würmern
dann als Speise.

***

Manfred Schröder: Luscinia megarhynchos

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Luscinia megarhynchos
© Manfred Schröder

Es flog hinein die Nachtigall
in mein Kummerherz
und vertrieb mit ihrem Sange
meinen Seelenschmerz.

So besuche mich bald wieder,
kehr ein und halte Rast.
Sei du von allen Gästen
mein allerliebster Gast!

***

Manfred Schröder: Amsel und Katze

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Amsel und Katze
© Manfred Schröder

Eine Amsel hör ich singen,
doch eine Katze seh ich auch.
Ich sehe sie dorthin schleichen,
wo die Amsel sitzt im Strauch.

Ach Amsel, liebe Amsel,
siehst du die Katze nicht!?
Da hebt sie ihre Flügel
und schwirrt im Sonnenlicht.

Die Katze schaut nach oben,
ein Sprung macht keinen Sinn.
Ich rauch vergnügt mein Pfeifchen,
weil ich zufrieden bin.

***

Manfred Schröder: Tierisch, allzu tierisch

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Tierisch, allzu tierisch
© Manfred Schröder

Ich habe einen Tintenfisch.
Auch Feder und Papier.
Der Postmann ist schon unterwegs
mit einem Brief zu dir.

Auch hab ich einen Vogel.
Den zeig ich dann und wann
all den lieben Leuten,
die ich nicht leiden kann.

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Arnd Helsson: Die Nilgans

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Nilgans

Nilgans


Die Nilgans
© Arnd Helsson

Als ich in Ägypten war
schaute so ein Tier
als ich so am Nile stand
in die Augen mir.

Da sprach „Hab vor mir keine Angst“,
das fremde Tier vom Nil,
„Ich bin doch nur ne kleine Gans
und kein Krokodil.
Alopochen aegyptiacus
nennt die Wissenschaft mich heut
und ich bin seit alters her
des Menschen guter Freund.“

Entenfotos- und Gänsefotos-Blog

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Leonore Enzmann: Vogel Strauß

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Nandu

Nandu


Vogel Strauß
© Leonore Enzmann

Ich lief so im Savannensand,
da hab ich mich erschrocken.
Es stand ein Tier, gar nicht galant,
dreibeinig, ohne Socken.

Ich frag, was ist das für ein Tier,
sieht aus wie aus der Fabel.
Ich pack ein Bein, da zeigt es mir
statt Fuß den Kopf mit Schnabel.

Es glotzt mir dumm ins Angesicht,
setzt einen Vogelhaufen.
Nicht einmal fliegen kann es nicht,
das Viecht, das kann nur laufen.

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Alfons Pillach: Von einem Holzwurm

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Von einem Holzwurm
© Alfons Pillach

Er wohnte tief im Küchenschrank
und fraß an seinem Holz sich krank,
weil es so sehr verfaulte.
Wie da der Holzwurm maulte!

Es schmeckte immer schauriger,
der Holzwurm wurde trauriger.
Als dann das Holz noch mehr verdarb,
geschah es, dass der Holzwurm starb.

***

Alfons Pillach: Aus Leidenschaft

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Kornnatter

Kornnatter


Aus Leidenschaft
© Alfons Pillach

Zwei Nattern trafen sich im Gras
und hatten miteinander Spaß.
ER hat sich dann in SIE verliebt,
was es auch unter Nattern gibt;
hat sie umschlungen und gedrückt,
zu leidenschaftlich und verrückt.
Jetzt ist das Weibchennatter,
weil er so stürmisch war, viel platter.

***

Alfons Pillach: Aufgewacht

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Aufgewacht
© Alfons Pillach

Ein Tausendfüßler schlief
und träumte ziemlich tief,
er habe nur zwei Beine
und außer diesen keine.
Ihm kam das derart komisch vor,
dass er sein Gleichgewicht verlor.
Er fiel zum Pech auf heißen Teer,
da wusste er, er hatte mehr.
Dann schlich er auf den Rasen
und hatte tausend Blasen.

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Alfons Pillach: Beleidigt

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Beleidigt
© Alfons Pillach

Es saß ein Auerhuhn im Gras,
wobei es unaufhörlich fraß;
und als es dabei auerte
und dicht am Boden kauerte,
da sprach der Hahn zur Auerhenne:
Seit eh und je, seit ich dich kenne,
bist du das faulste Auerhuhn!
Du willst nur fressen und nichts tun!
Das macht dich träge und ganz fett,
das finde ich von dir nicht nett!
Das Auerhuhn
war sauer nun.

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Alfons Pillach: Von einer Wildsau

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Wildschwein

Wildschwein


Von einer Wildsau
© Alfons Pillach

Ich lief im Walde so vor mich hin
und dachte, dass ich alleine bin.
Doch plötzlich traf ich die alte Ilse,
sie suchte Heidelbeeren und Pilze.
Da brach durchs Gebüsch eine wilde Sau,
entriss den Korb mit den Pilzen der Frau.
Die alte Ilse erschreckte sich sehr
und brüllte der Wildsau sogleich hinterher:
Lass meine Pilze dir köstlich schmecken,
doch an den giftigen sollst du verrecken!

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Alfons Pillach: Drachenliebe

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Drachenliebe
© Alfons Pillach

Ein Drache, der gern Feuer spie,
erspähte eine Drachenfrau
und er verknallte sich in sie.
Sie zog in seinen Drachenbau.

Der Drache küsste sie sehr heiß,
mit Feuer aus der Lunge,
der Drachendame kam der Schweiß
nebst Blasen auf der Zunge.

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Alfons Pillach: Der letzte Dinosaurier

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Der letzte Dinosaurier
© Alfons Pillach

Der fast schon letzte Dino
trug einst den Namen Nino.
Er war ein lustiger Gesell
und seine Haut war seltsam hell.
Deshalb nannte man Nino
auch den Albino-Dino.

Der Nino hatte eine Frau,
die sprach zu ihm: Du weißt genau,
ich möchte ein Bambino,
das nennen wir Schlawino.
Ganz dringend brauchen wir ein Kind,
weil wir die letzten Dinos sind.

Und Nino sprach: Doch klar, mein Schatz,
für ein Bambino ist stets Platz!
Ich bin in einer Stunde
zurück von meiner Runde.
Dann lassen wir es krachen,
weil wir dann Liebe machen.

Er träumte von der Liebe
und spürte seine Triebe.
Doch ein Tyrannosaurus Rex
fraß Nino, und es gab nicht Sex
bei Ninos lieber Frau zuhaus.
So starben einst die Dinos aus!

***